Schlagfallen / klassische Mausefallen

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Schlagfalle – der Klassiker unter den Mausefallen

Jeder kennt sie, die klassische Mausefalle aus Holz *. Man befestigt daran einen geeigneten Köder und wenn man Glück hat befindet sich kurze Zeit später eine leblose Maus in der Falle. Dennoch gibt es einige Dinge, die beim Fangen von Mäusen mit einer Schlagfalle beachtet werden sollten.

Funktionsweise von Schlagfallen und Auswahl der Köder

Vom Grundprinzip her funktionieren alle Schlagmausefallen gleich. Im Wesentlichen hat man einen Bügel, welcher die Maus erschlagen soll, eine Feder zum Bespannen der Falle und einen Auslöser auf dem der Köder platziert wird. Macht sich ein Nager an dem Köder zu schaffen, drückt er den Auslöser durch sein Gewicht nach unten und die vorgespannte Falle schnappt zu. Bei der Köderwahl hat man verschiedene Möglichkeiten. Proteinreiche Köder sind in jedem Fall zu empfehlen. Beispielsweise haben sich folgende Köder als überaus erfolgreich herausgestellt: verschiedene Nüsse, Schokolade, Nuss-Nougat-Creme, Leberwurst oder Erdnussbutter. Bei Schlagfallen aus Kunststoff ist oft ein giftfreier Köder bereits vorhanden.

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Klassische Mausefalle – Schlagfalle aus Holz

Die klassische Mausefalle, eine Schlagfalle aus Holz, ist mechanisch sehr einfach aufgebaut, aber erfüllt trotzdem ihren Zweck. Aufgrund dieser einfachen Mechanik ist sie sehr kostengünstig. Die Falle führt in der Regel zu einem schnellen und schmerzlosen Tod der Maus. Die Bekämpfung von Mäusen mit einer Schlagfalle sollte bei einem geringen bis mittleren Befall gewählt werden. Richtig aufgestellt sollte man eine gut Fangquote erreichen. Dabei ist jedoch folgendes zu beachten:

1. Mausefalle beködern

Man sollte beim Stellen einer Mausefalle immer mit dem Anbringen eines Köders beginnen. Wenn die Falle erst einmal “scharf gestellt” wurde, ist die Gefahr viel zu groß, dass man seine eigenen Finger in die Schnappfalle bekommt. Die meisten klassischen Schlagfallen haben eine Vertiefung, die oft mit einem kleinen Drahtbügel überbrückt wird. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Maus den Köder nicht einfach von der Falle herunter klauen kann. Ist der Köder nämlich gut befestigt und nicht so einfach zu lösen, muss die Maus sich beim Fressen ständig im Wirkradius der Falle befinden. Somit ist ein Auslösen der Falle, und somit der Fang der Maus, um einiges wahrscheinlicher. Da Mäuse einen sehr guten Geruchssinn haben, sollte man beim beködern und stellen der Falle Einweghandschuhe * tragen, um so den Menschengeruch von der Falle fernzuhalten. Sind keine Handschuhe vorhanden, sollte man sich die Hände vor dem beködern der Falle gut waschen.

2. Mausefalle platzieren

Die beste Mausefalle nützt nichts, wenn sie nicht an der richtigen Stelle platziert wurde. Es stellt sich also die Frage, wo der beste Platz zum Aufstellen einer Mausefalle ist. Dies kann man leider nicht verallgemeinern, da jeder Befall von Mäusen seine Eigenheiten hat. Zunächst stellt sich die Frage, wo sich die Mäuse überhaupt aufhalten. Da die Nager hauptsächlich in der Nacht aktiv sind und sehr scheu sind, ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Generell kann man aber sagen, dass sich Mäuse vorzugsweise an gemütlichen (warmen) und geschützten Orten aufhalten. Nicht immer ist es aber möglich genau dort eine Falle aufzustellen.

Laufwege und Unterschlüpfe der Mäuse ausfindig machen

Zu wissen, welche Wege die Mäuse benutzen, ist ein entscheidender Faktor für das erfolgreiche Fangen von Mäusen. Zunächst sollte man wissen, dass sich die Mäuse entlang von Wänden bewegen, da sie hier mehr Schutz finden als beim Laufen über offenes Gelände. Demnach sollte man genau schauen, ob man entlang einer Wand Spuren von Mäusen findet. dies kann in Form von Mäusekot sein (die kleinen Nager erledigen ihr Geschäft nicht in ihrem Nest). Ein weiteres Indiz für die Anwesenheit der Mäuse sind Schmierspuren, welche sie durch ihr fetthaltiges Fell auf ihren Laufwegen hinterlassen. Weiß man nun wo sich die Mäuse bewegen oder womöglich sogar wo sie sich verstecken, kann die Mausefalle am richtigen Ort platziert werden.

Mausefalle richtig platzieren

Die Mausefalle sollte man nicht einfach so auf den Laufweg der Maus stellen. Den größten Erfolg erzielt man, wenn man die Fallseite mit dem Köder bündig zur Wand stellt. So ist gewährleistet, dass die Maus den Köder direkt bemerkt und nicht einfach daran vorbei laufen kann. Selbst wenn die Maus nicht am Köder interessiert wäre, müsste sie nun entweder um die Falle herum laufen, wodurch sie sich wieder etwas auf offenes, unbeliebtes Gelände begeben würde, oder die Maus müsste über den Auslösemechanimus der Falle laufen.

3. Mausefalle spannen

Um die Mausefalle einsatzbereit zu machen , müssen Sie zunächst den Schnappbügel spannen. Dabei hält ein Daumen den Schnappbügel fest, der nun von der Feder gespannt ist. Nun müssen Sie den Haltedraht in die kleine Öse auf der gegenüberliegenden Seite stecken. Damit dieser dort verweilt, muss der Draht nun unter Spannung gesetzt werden. Dies erreichen Sie, durch Verminderung des Daumendrucks. Wenn Sie merken, dass der Drahtbügel nicht mehr aus der Öse rutscht, sollten Sie die Falle schnell los lassen. Diese müsste nun gespannt und einsatzbereit sein. Sie sollten stets darauf achten, dass der Haltebügel nur minimal in die Öse hinein ragt, damit die Falle leicht und schnell auslösen kann.

Mausefalle richtig aufgestellt.

Mausefallen aus Kunststoff

Modernere Schlagfallen aus Plastik * funktionieren nach dem gleichen Prinzip, wie die klassischen Mausefalle aus Holz. Es wird eine Feder gespannt und die Falle schnappt bei Berührung des Auslösers zu. Der große Vorteil von diesen Fallen ist, dass sie wesentlich einfacher zu spannen sind. Dadurch verringert sich auch die Verletzungsgefahr um ein vielfaches. Zudem sind die Mausefallen aus Kunststoff einfacher zu reinigen und somit auch hygienischer.

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