Mäusegift

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Mäusegift – die Lösung bei größerem Mäusebefall

Sie haben Mäuse im Haus und die Schlagfallen oder andere Mausefallen bringen Ihnen nicht den gewünschten Erfolg? Mäuse sind schlau. Wenn Ihnen erst einmal eine Maus in die Falle * gegangen ist, dann wird so schnell keine zweite diesen Fehler machen. Wenn Sie eine größere Mäusepopulation bekämpfen müssen, ist Mäusegift * in Form von Giftköder genau das Richtige.

Wirkungsweise von Mäusegift

Die sogenannten Rodentizide (lat. rodentia “Nagetiere”) sorgen dafür, dass die Nager erst nach ein paar Tagen sterben. Würden die Mäuse direkt sterben und neben dem Köder liegen bleiben, würde dieser von der restlichen Population gemieden werden. Durch Blutgerinnungshemmer, welche in den meisten Giftködern enthalten sind, verbluten die Nagetiere innerhalb weniger Tage innerlich. Das führt dazu, dass die kleinen Schädlinge den Tod eines Nagers nicht mit dem vergifteten Fraßköder in Verbindung bringen. Dadurch, dass das Mäusegift keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Schädling hat, fressen mehrere Mäuse an den Ködern.

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Wann sollte ich Mäusegift einsetzen?

Der Einsatz von Mäusegift ist zu wählen, wenn die Mäusepopulation so groß ist, dass Sie diese durch Mausefallen nicht mehr in den Griff bekommen. Haben Sie Mäuse in der Zwischendecke oder der Zwischenwand, kann der Einsatz von Mäusegift durchaus sinnvoll sein. Giftköder lassen sich relativ einfach durch ein Loch in Zwischendecke bzw. Zwischenwand schieben. Mausefallen hingegen sind meist schwer dort zu platzieren.Auf die Bekämpfung der Schädlinge mit Giftstoffen sollten Sie auf jedoch verzichten, wenn Sie Haustiere besitzen, welche unter Umständen auch mit dem Gift in Kontakt kommen könnten. Hier reicht es auch nicht die Giftköder an einer unzugänglichen Stelle für die Haustiere zu platzieren, da es zu Sekundärvergiftungen kommen kann. Wenn also beispielsweise die eigene Katze einen der vergifteten Nager frisst, nimmt sie ebenfalls das Gift zu sich. Ebenso gilt dies für Wildtiere im Garten (z.B. Greifvögel), welche Jagd auf Mäuse machen.

Wie setze ich Mäusegift richtig ein?

Sie sollten die Giftköder nicht offen auslegen, dadurch gefährden Sie andere Tiere und Menschen (vor allem Kinder). Es gibt speziell für Giftköder sogenannte Köderstationen *. Diese sorgen einerseits dafür, dass keine anderen Tiere oder Menschen mit dem Gift direkt in Berührung kommen. Andererseits haben sie den Vorteil, dass die Mäuse die Giftköder nicht vom Auslegungsort wegschleppen können. Idealerweise platzieren Sie die Köder an den Laufwegen der Mäuse (an der Wand und geschützten Orten wie z.B. unter Schränken usw.). Aus Sicherheitsgründen sollte das Mäusegift immer gekennzeichnet werden, sodass dieses von anderen Personen direkt als solches zu erkennen ist. Zudem sollten nur zugelassene Produkte gekauft und verwendet werden.

Welche Arten von Giftködern gibt es?

Im Wesentlichen gibt es vier Arten von Giftködern:

Blockköder

Bei Blockködern * handelt es sich um giftige Fraßköder. Sie zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus und können sowohl im Haus bzw. in der Wohnung, wie auch um das Haus herum im Freien eingesetzt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Blockköder stets in einer dafür geeigneten Köderstation ausgelegt werden. Diese schützt die Nichtzielgruppe (Hund, Katze, Mensch) davor, nicht mit dem giftigen Köder in Berührung zu kommen. Die Köderstellen sind 1-2 mal pro Woche zu kontrollieren und es sind gegebenenfalls neue Köder zu platzieren. Sollten Sie in der Nähe der Falle tote Nager finden, sind diese direkt zu entsorgen. Dadurch verhindern Sie eine Sekundärvergiftung von Vögeln oder Katzen, welche die toten Tieren fressen können. Die Köder enthalten oft Bitterstoffe, die aber von Mäusen und Ratten nicht erschmeckt werden. Dies bietet zusätzlichen Schutz vor dem Verschlucken des Mäusegiftes. Köderblöcke sind oft durchlocht. Dadurch können sie mit Hilfe eines Metallstiftes in den Köderboxen befestigt werden. Somit ist ein Verschleppen der Köderblöcke nicht möglich.

Pastenköder

Mäusegift – Pastenköder
Die Pasten-Giftköder * haben ähnliche Eigenschaften wie die Blockköder. Auch diese sind in Köderboxen für Mäuse zu platzieren, um Kinder und Haustiere vor dem Gift zu schützen. Ebenfalls sind hier meist Bitterstoffe verarbeitet, um eine Aufnahme durch den Menschen oder andere Tiere zu verhindern. Pastenköder können mit dem Metallstift in den Köderboxen einfach durchlocht und somit gegen ein Verschleppen durch Mäuse gesichert werden.

Granulat

Mäusegift in Form von Granulat * sollte ebenfalls unter Abdeckungen oder in Köderboxen ausgelegt werden. Als Granulat bezeichnet man einen körnigen Feststoff, welcher sehr gut durch Schütten portionierbar ist. Es gibt aber auch Granulatköder, welche in kleinen Packungen portioniert sind und von den Nagern aufgebissen werden. Dadurch entsteht zunächst kein direkter Hautkontakt mit dem giftigen Granulat beim Auslegen.

Frischköder – Getreideköder

Frischköder *, auch Fertigköder genannt, verhalten sich im Grunde wie Granulatköder. Es handelt sich dabei um Mäusegift versetztes Getreide. Also ebenfalls um eine körnige, schüttbare Substanz. Dieser Getreideköder sollte wie alle anderen Giftköder zugriffsgeschützt ausgelegt werden. Oft sind die Getreideköder in kleinen Papiertüten verpackt. Diese können so ausgelegt werden, ohne die Papierverpackung zu öffnen. Die Mäuse knabbern sich dann durch das Papier hindurch und Sie müssen das Gift nicht direkt anfassen. Trotzdem sollten Sie nicht auf Handschuhe verzichten.

Was muss ich beim Auslegen von Mäusegift beachten?

Beim Auslegen von Mäusegift bzw. Rattengift sollte man immer Einweghandschuhe * tragen, um so zum einen die Giftköder nicht mit Menschengeruch zu kontaminieren und zum anderen einen Kontakt des Mäusegiftes mit der Haut zu verhindern. Jegliche Form von Giftködern sollte so ausgelegt werden, dass Kinder, andere Personen und Haustiere nicht mit dem Gift in Kontakt kommen können. Die Köderstellen sollten jeden Tag kontrolliert werden. Dadurch stellen Sie fest, ob die Köder von den Schädlingen angenommen werden. Das Gift ist an Laufwegen (z.B. entlang von Wänden), bekannten Futterstellen der Mäuse und Eingängen zu deren Verstecken auszulegen. Durch das tägliche Kontrollieren der Köderstationen stellen sie auch sicher, dass verendete Tiere (4-10 Tage nach Köderaufnahme) direkt entsorgt werden können. Des Weiteren sollten Sie beim Kauf von Mäusegift auf eine gültige Zulassungsnummer achten und das Gift nur von sachkundigen Personen verwenden lassen. Lesen Sie deshalb auf jeden Fall immer vor dem Gebrauch von Mäuse- oder Rattengift die Gebrauchsanweisung.

Darf ich als Privatperson Mäusegift bzw. Rattengift auslegen?

Seit 01. Januar 2013 dürfen nicht mehr alle Giftköder von Privatpersonen ausgelegt werden. Lediglich Mäusegifte, welche unter dem Begriff “FGARs” (first-generation anticoagulant rodenticides) zusammengefasst werden, dürfen von Privatpesonen in und unmittelbar um Gebäuden ausgelegt werden. Hierzu zählen Gifte * mit den Wirkstoffen Coumatetralyl, Chlorophacinon und Warfarin/-Natrium. Ein Anwendungsverbot für Verbraucher gilt bei den sogenannten “SGARs” (second-generation anticoagulant rodenticides). Dies sind Giftköder mit gerinnungshemmenden Stoffen wie Difenacoum, Bromadiolon, Difethialon, Brodifacoum, Flocoumafen. Diese dürfen nur von beruflichen Schädlingsbekämpfern oder beruflichen Anwendern mit Sachkunde ausgelegt werden. Nähere Informationen finden Sie auf Internetpräsenz vom Bildungsinstitut für Risikobewertung(Vortrag vom 27.03.2014). Beachten Sie dass sich die gesetzlichen Regelungen ändern können. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz vom Umweltbundesamt Deutschland. Dort können Sie die Aktualität der gesetzlichen Bestimmungen prüfen.

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