Anlocken von Mäusen und Ratten vermeiden

Unbeabsichtiges Verhalten lockt oft Mäuse oder Ratten in den Garten.

braune Ratte im Garten
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Ratte im Garten

Oft bietet man Mäusen und Ratten ein Paradies auf Erden ohne es zu beabsichtigen. Sie sollten aus diesem Grund das ungewollte Anlocken von Mäusen und Ratten vermeiden. Viele Küchenabfälle dienen den Nagern als Futterquelle. Wenn man hier nicht aufpasst, hat man sehr schnell ein Schädlingsproblem auf dem eigenen Grundstück. Denn sind Ratten und Mäuse erstmal in Ihrem Garten anzutreffen und fühlen sich dort besonders wohl, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich früher oder später eine Maus oder Ratte auch in das Haus bzw. die Wohnung verirrt.

Kompost lockt oft Mäuse und Ratten an

Viele Leute mit eigenem Garten haben dort auch einen Komposter stehen. Dieser bietet oft ein große Menge an Nahrung. Des Weiteren bietet der Komposter auch oft Schutz vor Kälte im Winter, da die Ratten und Mäuse es sich im Innern des Komposters gemütlich machen können, während die Verwesungsprozesse der Küchenabfälle Wärme erzeugen.

Um einem Mäusebefall bzw. einem Rattenbefall vorzubeugen ist es daher wichtig, dass darauf geachtet wird, welche Küchenabfälle auf den Komposter gehören. Unbedenkliche Abfälle sind:

  • Obst- und Gemüsereste
  • verwelkte Schnittblumen
  • Laub
  • geschnittener Rasen
  • geschnittene Sträucher- oder Baumreste (zerkleinert)
  • Kaffeesatz


  • Folgende Dinge sollten Sie auf keinen Fall versuchen zu kompostieren:

  • Fleischreste
  • Fischreste
  • gekochte Speisereste
  • Wurst
  • Käse
  • Getreideprodukte (Brötchen, Brot, Nudeln usw.
  • Mäuse und Ratten werden oft von Wertstoffabfällen angezogen

    Oftmals werden Mäuse oder Ratten auch von Wertstoffabfällen angezogen. Das liegt daran, dass sich an den Wertstoffabfällen noch Essensreste befinden. Nicht selten wirft man die Plastikverpackung von Streichwurst oder Ähnliches in den Müllsack. Wenn man diesen nun im Freien, der Garage oder dem Gartenhäuschen lagert, werden die Nagetiere natürlich von dem Geruch der Speisereste magisch angezogen. Es ist ein Leichtes für Maus und Ratte sich durch einen solchen Müllsack zu beißen. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass Müllsäcke bis zu ihrer Abholung in einem Geschlossenen Raum gelagert werden, welcher unzugänglich für Nagetiere ist.

    Essensreste im Abfluss locken Ratten an

    Essensreste können schnell zu unangenehmen Gerüchen führen. Besonders im Sommer wenn es relativ warm ist und somit der Verwesungsprozess sehr schnell stattfindet. So manch Einer kommt auf die Idee diese Abfälle die Toilette runterzuspülen. Aber auch unbeabsichtigt gelangen Küchenabfälle oft in den Abfluss, beispielsweise über die Küchenspüle. In beiden Fällen gelangen die Abfälle in die Kanalisation, in welcher Ratten leben. Geschieht dies regelmäßig, wissen die Ratten wo sie Nahrung finden und versuchen eventuell auch über die Abflussrohre in das Haus oder die Wohnung zu gelangen. Aus diesen Gründen sollte stets vermieden werden, dass Küchenabfälle in den Abfluss gelangen. Hier könnte ein Abflusssieb für die Küche *Abhilfe schaffen.

    Offene Mülltonnen locken Mäuse und Ratten an

    Auch offene Bio- oder Restmülltonnen locken häufig Mäuse und Ratten an. Aus diesem Grund sollten Sie stets darauf achten die Mülltonnen geschlossen zu halten. Ist die Mülltonne relativ voll reicht es oft aus, dass die Nager einen kleinen Schlitz nutzen, um zu Ihrem Müll zu gelangen. Von einer Ratte möchten Sie bestimmt nicht überrascht werden, wenn Sie den Deckel der Mülltonne anheben.

    Mäuse und Ratten lieben Vogelfutter

    Mäuse und Ratten lieben es den Vögel das Futter zu stehlen. Wenn Sie im Winter die Vögel mit Vogelfutter füttern möchten, müssen Sie einige Grundlegende Dinge beachten. Mäuse und Ratten sind sehr gute Kletterer und kommen ohne Probleme Bäume oder Wände hoch, um an den Ort zu gelangen, wo das Vogelfutter platziert ist. Zudem werden sie von dem Futter das zu Boden fällt zusätzlich auf die Futterstelle aufmerksam, wenn sie zufällig an ihr vorbei laufen. Am besten ist eine Futterstelle * hängend an einer Decke anzubringen, sodass die Mäuse und Ratten keine Chance habe, diese zu erreichen. Aber nichts desto trotz bleibt noch das Problem, dass die Vögel relativ viele Körner zu Boden fallen lassen. Deshalb sollten Sie das zu Boden gefallene Vogelfutter regelmäßig entfernen. Somit füttern Sie keine Mäuse und Ratten an, welche es sich dann in der kalten Jahreszeit bei Ihnen zuhause gemütlich machen und praktisch einen unbegrenzten Futtervorrat hätten. Auch bei der Lagerung des Vogelfutters sollten Sie darauf achten, dass die Schädlinge keinen Zugang dazu haben.

    Fazit

    Wenn sie darauf achten Mäuse und Ratten nicht unbeabsichtigt anzufüttern, ist die Chance relativ gering, dass diese sich auf Ihrem Grund niederlassen. Größere Populationen von Mäusen und Ratten wird somit vorgebeugt. Achten Sie stets auf die richtige Entsorgung von Hausmüll und werfen Sie keine Lebensmittel auf den Kompost, welche Mäuse und Ratten anlocken würde. Auch bei dem Auslegen von Vogelfutter sollten Nagetiere keine Chance erhalten sich über dieses Festmahl her machen zu können.
    Vorsicht ist stets besser als Nachsicht. Zudem müssen die Mäuse und Ratten dann auch nicht bekämpft werden, was bedeutet, Sie müssen keine Tiere töten. Denn seien wir mal ehrlich, trotz des Ekelgefühls, welches durch Mäuse und Ratten oft hervorgerufen wird, handelt es sich dabei um Säugetiere. Das Töten eines Tieres sollte immer der letzte Ausweg sein, wenn die Nager zur Plage werden und das Problem mit Lebendfallen oder anderen nicht-tödlichen Maßnahmen in den Griff zu bekommen ist. Ist bereits eine größere Mäuse- oder Rattenpopulation bei Ihnen zuhause anzutreffen, sollten Sie sich darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, die Mäuse und Ratten zu fangen.

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